Berufsorientierung

Konzept der Berufsorientierung

Die Stärkung der Ausbildungs- und Berufsfähigkeit ist für Hauptschüler in besonderem Maße wichtig und nimmt in der Arbeit der Johannes-Gutenberg-Schule einen breiten Raum ein. Neben der Stärkung der fachlichen Kompetenzen ist es besonders wichtig, die persönlichen Fähigkeiten und Eigenschaften der Schülerinnen und Schüler zu fördern und zu beurteilen.

Die Unterstützung der Schüler bei der Klärung ihres Selbstbildes, ihrer Interessen und ihrer Fähigkeiten und Begabungen soll ihre Selbsteinschätzung stärken und ihre Ausbildungs- und Berufsfähigkeit fördern. Um dies zu erreichen und die in verschiedenen Erlassen geforderten Maßnahmen durchzuführen, wurde von der Sozialpädagogin und beteiligten Fachkollegen ein Konzept zur Berufsorientierung entwickelt.

Dieses enthält unter anderem Angaben zu den Tätigkeiten der Sozialpädagogin, zur Zusammenarbeit mit den unterschiedlichsten Kooperationspartnern und zu den einzelnen durchzuführenden Maßnahmen (wie Betriebs- und Praxistage, Praktika, Teamtrainings, Bewerbungstage, Kompetenzfeststellungsverfahren, usw.). Die im Konzept aufgestellten Maßnahmen sollen dazu führen, die Berufsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler zu fördern und dazu beitragen, dass sie den Erwartungen der Berufs- und Arbeitswelt gewachsen sind.

Fester Bestandteil der Berufsorientierung ist die Zusammenarbeit mit den Berufsberatern der Agentur für Arbeit. Neben regelmäßigen Terminen welche der Berufsberater in der Schule anbietet, fährt die Klassenstufe 8 auch in die Agentur für Arbeit um die Räumlichkeiten und vor allem das BIZ kennen zu lernen.

Baustein I: Betriebspraktika

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Das Praktikum für die Klassen neu und zehn dauert jeweils zwei Wochen und findet immer zwischen den Sommer- und Herbstferien statt. Die Schüler suchen sich einen Praktikumsplatz, für den sie sich je nach Anforderung des Betriebes bewerben. Hierfür bietet die Sozialpädagogin Unterstützung beim Erstellen der Bewerbung an. Die Praktikumsauswertung erfolgt durch einen im Landkreis Gifhorn mit allen Schulen abgestimmten Beurteilungsbogen.

Die Schüler lernen während ihres Betriebspraktikums einen Ausbildungsberuf kennen und können einzelne Tätigkeiten ausprobieren. Außerdem lernen sie die Abläufe in einem Betrieb kennen und können ihre Eigenschaften und Fähigkeiten zeigen.

Das selbstständige Anwenden von Kompetenzen wie erste Kontaktaufnahme, persönliches Vorstellen und ein erstes Gespräch mit dem Praktikumsbetrieb sind wichtige Schritte zur Entwicklung der Persönlichkeit und zur Erziehung zur Selbstständigkeit. Die betreuende Lehrkraft, in der Regel der Klassenlehrer oder der Fachlehrer für das Fach Wirtschaft, unterstützt und hilft rechtzeitig gemeinsam mit der Sozialpädagogin bei auftretenden Problemen.

Baustein II: Betriebs- und Praxistage

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Im Erlass für die Hauptschulen ist festgeschrieben, dass im Rahmen der Berufsorientierung  60 Betriebs- und Praxistage in den Klassen 7 – 10 durchgeführt werden müssen. Wobei der Schwerpunkt in Klasse 9 und 10 liegen soll. Diese Tage kommen durch unterschiedliche Maßnahmen und Projekte zusammen.

Z.B. zählen hierzu die Praktika, die Kompetenzfeststellung durch das Profil AC im Ganztagsbereich, Tage in der Berufsschule, im Berufsinformationszentrum (BIZ) der Arbeitsagentur und Angebote der Koordinierungsstelle für Berufsorientierung (KoBo) des Landes Niedersachsens. Die erfüllten Berufs- und Praxistage werden in den Zeugnissen aufgeführt und die Nachweise über die Teilnahme werden im Berufswahlordner gesammelt.

Baustein III: Teamtraining

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Um die von vielen Ausbildungsbetrieben geforderten so genannten „soft skills“ bei den Schülern zu fördern, finden regelmäßige Teamtrainingseinheiten statt. Die Einheiten werden von der Sozialpädagogin im Beisein des Klassenlehrers durchgeführt. Die Trainingseinheiten bestehen aus unterschiedlichen Kooperationsspielen, deren Spielziel nur durch die Zusammenarbeit der ganzen Gruppe erreicht werden kann. Das Ganze wird mit unterschiedlichen Energizern, Kennenlerneinheiten und anderen Methoden durchmischt, je nach Bedarf der Klasse.

Die Schüler lernen, die unterschiedlichen Teamfähigkeiten, wie Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme, Verantwortungsbewusstsein für sich und andere, Kooperationsfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, etc. einzusetzen und zu erweitern. Sie lernen Lösungsstrategien zu planen, durchzuführen und zu reflektieren. Außerdem stellen sie fest, wie viele unterschiedliche Fähigkeiten in ihrer Klasse schon vorhanden sind. Die Schüler erhalten die Chance sich bei diesem ungewöhnlichen Unterricht von ihrer normalen Rolle in der Klasse zu lösen und sich in einem anderen Licht zu präsentieren. Die Einheiten sollten in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden, da erst dann ein Lerneffekt eintritt.

Baustein IV: Berufsorientierung im Rahmen des Unterrichts

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Die Schülerinnen und Schüler präsentieren den anderen Schulteilnehmern ihre Betriebspraktika.

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